denn bekanntlich: Mit 35 + ist noch lange nicht Schluss

Nach dem 3. Rang an der Schweizermeisterschaft im Herbst 2016 wurde es ruhiger um unser Team, denn schliesslich muss ein solcher Erfolg erst einmal verkraftet werden.

Das Jahr 2017 konnten wir ebenfalls als erfolgreich abbuchen. Persönliches Fazit im Team war jedoch, dass gefühlsmässig der Exploit fehlte. Durch personelle Änderungen mussten wir die Choreographie immer wieder anpassen und zum Schluss der Saison im letzten Herbst, waren wir uns einig, da muss was Neues her. Unsere Devise für das neue Programm: Nach vorne schauen und riskieren!

Nebst Musikänderungen, neuen Schrittkombis und neuen Formationen stellten wir uns der Herausforderung und wechselten vom kleinen Feld (12x12m) auf das grosse Feld um (12x18m). Dies bedeutet nun noch mehr Weg, noch mehr Bewegung und noch mehr Anstrengung!

Die Vorbereitungen auf die Saison 2018 liefen super und alle Frauen haben richtig Spass mit dem neuen Programm. Nach einer intensiven Vorbereitung, stand nun am 5. Mai 2018 unsere erste Standortbestimmung am Elgg Gym Cup vor der Tür. Ziel: Klar auf das Podest, denn schliesslich wollten wir den 3. Rang vom letzten Jahr verteidigen. Dazu strebten wir aber auch eine sehr gute Programm Note an! Dies alles natürlich in der Kategorie «Aktive».

Wenn jemand nun glaubt, dass mit 35+ die Nervosität vor einem Wettkampf nicht mehr so gross ist, der irrt sich fundamental! Wir fragten uns: Wieso tun wir uns das an? Doch wenn man bereit steht und auf den ersten Ton wartet, liegt die Antwort auf der Hand: Ab dem ersten Takt fängt man an das Gelernte auszuführen, man gibt alles, füllt den Beat, die Zuschauer klatschen dazu, was zusätzlich anspornt. Es wird einem bewusst, dass sich das Training gelohnt hat. Nach dem letzten Ton, fällt man einander in die Arme und die Vorführung wird zu einer Teamleistung. Die Freude macht sich auf unseren lachenden Gesichtern breit. EIN WUNDERBARES GEFÜHL!

Nun zurück zum Elgg Gym Cup: Unser erster Durchgang wurde mit der sehr guten Note von 9.37 belohnt und für unser Programm erhielten wir fast den Höchstwert (4.91). WOW! Eine solche Note motiviert für den zweiten Durchgang und wir konnten uns nun voll und ganz auf die Technik konzentrieren. Hier drücken wir auf Vorspulen, denn bis zur Rangverkündigung wurden keine Noten mehr bekannt gegeben.

Wir wussten jedoch bereits durch unsere Vornote, dass wir auf das Podest «krabbeln» durften, nur auf welche Stufe war noch ungewiss. Und dann: Erster Rang Turne Schlaate 35+!

Wer jetzt glaubt, wir seien auf das Podest «gekrabbelt», der täuscht sich! Mit lautem Geschrei und einem Sprung auf das Podest nahmen wir unseren Pokal entgegen. Mit einer Note von 9.475 im zweiten Durchgang haben wir uns den schönen «Heiri» verdient.

Wir verzeichnen einen hervorragenden Start in die neue Saison und freuen uns auf die weiteren Wettkämpfe (26.5. Maienfeld / 2.6. SHMV Stein am Rhein / 30.6. Romanshorn)!

Und nicht vergessen: Es lohnt sich mutig zu sein! Und übrigens, mit 35 + ist noch lange nicht Schluss!